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Neuigkeiten

DROMERSHEIM – (Von Erik Pfeifer)

 

Hoch dramatisch und emotional aufgeladen wurde die erste Hälfte des Jahreskonzertes des Symphonischen Blasorchesters Dromersheim in der Anmoderation beschrieben.

 

Im Rheintal Kongresszentrum sollten die Zuschauer nicht enttäuscht werden. Unter Leitung ihres Dirigenten Marco Spohn erreichte das Symphonische Blasorchester der Katholischen Kirchenmusik Dromersheim nicht nur musikalisch ganz hohes Niveau, sondern ließ auch die schauspielerische Seite nicht zu kurz kommen.

 

Magisches Kanu

 

Zur Eröffnung konnte mit „Between Two Worlds“ von Otto M. Schwarz das Motto des Abends eindrucksvoll vermittelt werden. Die Geschichte kanadischer Holzfäller, die mit einem magischen Kanu zur Winterzeit zurück zu ihren Familien fliegen, wurde in der dramatischen sinfonischen Tondichtung bewegend in Musik verwandelt. Eindrucksvoll formte das Dromersheimer Oberstufen-Orchester ein packendes Musik-Kino. Marco Spohn erläuterte für „The Shadow of Golgotha“ einige Stellen, die das Orchester kurz anspielte. Die dramatische Vertonung des Kreuzweges des Jesus von Nazareth war weniger chronologisch geordnet, sondern beschrieb das Mysterium in intensiven Kompositionsthemen – hoch emotional und ergreifend.

 

Texte in Szene gesetzt

 

Die Schauspieler Susanne Anders und Sebastian W. Wagner traten für „Othello“ auf die Bühne. Bei der ursprünglich als Bühnenmusik komponierten Konzertsuite nach Shakespeare wurden die fünf Sätze jeweils erst mit den Original-Texten gekonnt in Szene gesetzt. Das Orchester folgte souverän mit teils klanggewaltig, teils heiter, teils lieblich und am Ende dramatisch vertonten Szenen der Tragödie um Desdemona und Othello. Zum Sternbild der „Cassiopeia“ ging es mit majestätisch-ergreifenden Hornstellen im Hauptthema. Die Klangfülle des Orchesters ergriff das Publikum mit ganzer Wucht und Schönheit in dieser Komposition von Carlos Marques. Noch einmal kamen das Orchester und die Schauspieler zu Shakespeare zusammen: Für die Konzertsuite „Galimaufry“ rezitierten die Akteure frei gewählte Bibel-Stellen, Tucholsky-Gedichte oder Heinz Erhardt zum Auftakt. Szenisch und teils majestä- tisch wie große Filmmusik konnte das Orchester sein ganzes Dynamik-Spektrum umsetzen – zudem kurzweilig durch die teils sehr humorvollen Einleitungen der beiden Schauspieler. Mystisch, fast schaurig, erklang anfangs „Tanz mit dem Teufel“ in der Komposition von Fritz Neuböck. Aber auch ergreifende Choral-Zitate aus „Deinem Heiland – Deinem Lehrer“ und tänzerisch-fröhliche Teile flossen in ein großes, majestätisches Finale.

 

Unvergessliche Ohrwürmer

 

Ganz anders erklang danach „Mary Poppins“ aus dem gleichnamigen Musical. Nicht nur das Kindermädchen erreichte mit außergewöhnlichen Methoden seine Ziele, auch das Orchester konnte damit zum Schluss noch einmal das Publikum in eine andere Welt entführen. Mit vielen unvergesslichen Ohrwürmern begeisterte Dirigent Marco Spohn mit den Dromersheimer Musikern das Publikum. Mit „Unter Donner und Blitz“ von Strauss endete ein sehr anspruchsvoller und emotionaler Konzertabend. Von Erik Pfeifer Für die begeisternde Darbietung gab es stehende Ovationen und eine mitreißende Zugabe.

 

 www.kkm-dromersheim.de

 

https://rhein-main-wochenblatt.de/wp-content/uploads/epaper/20180509_840.pdf